Montag, 22. Juni 2015

Kurzwanderung: Vom Völser Weiher auf die Tuffalm, 1280 m, Schlern/Rosengarten (Südtirol/Italien)

Nachdem an einem Tag die Wolken so tief hingen, dass eine Besteigung der Bergmassive um uns herum wenig Freude gemacht hätte, haben wir uns für eine kurze Wanderung hoch auf die Tuffalm (1280 m) entschieden. Vom Völser Weiher, der nur wenige Kilometer von Völs am Schlern entfernt ist, geht es circa eine Dreiviertelstunde gemütlich den Wanderweg hoch. Wer will, kann seinen Weg noch zur Hofer Alpl fortsetzen. Sind nochmal hundert Höhenmeter mehr.

Auf der Tuffalm
Copyright: Lena Herrmann

Keine Angst vor wilden Tieren
Copyright: Lena Herrmann


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Auf der Alm gibt es Tiere zum Streicheln (Ziegen, Lamas), einen Spielplatz und gutes Essen. Und bergab ist unsere kleine Reiseamsel fast den gesamten Weg alleine gegangen.

Bewertung: Ein Spaziergang für jedermann, es gibt neben dem Wanderweg auch einen breiten Weg, der sogar kinderwagentauglich sein soll.

Zeiten:
Völser Weiher (1036 m) bis Tuffalm (1280 m): 0:45 h
Tuffalm bis Völser Weiher: 0:30 h
Insgesamt: 254 Höhenmeter und 1:15 h Gehzeit

Sonntag, 21. Juni 2015

Tagestour: Völseggspitze, 1834 m, Schlern/Rosengarten, Dolomiten (Südtirol/Italien)

Um endlich mal wieder ein paar richtige Höhenmeter zu rocken, haben wir uns dieses Jahr für eine Woche Urlaub in Südtirol entschieden. Und zwar nicht irgendwo sondern da, wo die Berge hoch, steil und felsig sind. Mitten im Nationalpark Schlern/Rosengarten. Ein Traum! Um uns langsam an die Touren zu gewöhnen, die vor uns liegen, haben wir moderat angefangen. Mit einer Wanderung auf die Tschafonhütte und die Völseggspitze. Hatte den Vorteil, dass wir direkt von unserem Apartment aufbrechen konnten (wer gemütlich bei wahnsinnig netten Menschen in der Abgeschiedenheit auf dem Bauernhof in ganz tollen Apartments Urlaub machen will, dem sei dringend der Mongaduierhof ans Herz gelegt!).

Blick vom Balkon unseres Apartments.
Copyright: Lena Herrmann


Der Mongaduierhof, links im Hintergrund der Schlern.
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Für alle, die nicht am Fuße der Völseggspitze übernachten, der nimmt die Autobahnausfahrt Bozen Nord, hält sich dann immer Richtung Tiers und in dem kleinen Ort Völser Aicha geht es steil links hoch zum Gasthaus Schönblick. Kurz vor dem Gasthaus gibt es einen Wanderparkplatz und von dort geht es los.

Ab dem Gasthaus Schönblick schlängelt sich ein gemütlicher Wanderweg durch den Wald, immer lustig bergan. Zwischendurch eröffnen sich tolle Blicke schon von unten auf den dicken Nachbarberg, den Schlern. Doch den haben wir uns erst ein paar Tage später vorgenommen.

Immer bergan, geschützt im Schatten.
Copyright: Lena Herrmann

Nach etwas mehr als einer Stunde Fußmarsch trifft man auf eine Lichtung und dort findet sich die wunderbare Tschafonhütte mit tollem Essen, netten Wirtsleuten und viel Platz zum Spielen und Toben. Der Blick von dort auf Rosengarten und Latemar ist gigantisch! Doch vor der Speckknödelsuppe und dem Kaiserschmarren steigen wir in 15 Minuten noch schnell auf den Gipfel. Von dort öffnet sich der Blick ins Etschtal und bis nach Bozen. Selbst der Ortler ist auszumachen.

Posen vor dem Latemar.
Copyright: Lena Herrmann

Die Vajolettürme des Rosengartens sind von der
Tschafonhütte aus ganz nah.
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Zurück geht es auf dem gleichen Weg zurück zum Wanderparkplatz.

Bewertung: Einfache und kurze Bergwanderung mit toller Einkehrmöglichkeit und super Ausblick. Für Kinder und weniger Geübte ebenso geeignet wie für Bergsteiger, die sich nur warmlaufen wollen. Oder auch, wenn die Wolken zu tief hängen und die 2000er in Nebel hüllen.

Zeiten:
Parkplatz (1140 m) bis Tschafonhütte (1737 m): 1:15 h
Tschafonhütte (1737 m) bis Völseggspitze (1834 m): 0:15 h
Völseggspitze (1834 m) bis Parkplatz (1140 m): 0:45 h
Insgesamt: 597 Höhenmeter und 2:15 h Gehzeit

Freitag, 3. April 2015

Kurzwanderung: Neureuth-Alm, 1264m, Bayerische Voralpen

Für die erste Wanderung in diesem Jahr (außer Schlittentouren) haben wir uns die Neureuth-Alm ausgesucht. Der kleine Berggasthof (1264 m) liegt wunderschön gelegen über dem Tegernsee, der Blick auf die Berge rund um den See ist atemberaubend und das Essen auch durchaus akzeptabel. Und das Gute: Selbst mit Osterverkehr auf der Autobahn braucht man nicht länger als eine Stunde mit dem Auto bis zum Parkplatz. Und in etwas mehr als einer Stunde ist man oben, so dass es sich auch lohnt, wenn man mal ein bisschen später aus dem Bett kommt.


Auf dem Weg zu Hütte
Copyright: Lena Herrmann

Noch ein Stück entfernt: Die Neureuth-Alm
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Wir hatten die Tour schon mal im Dezember 2013 gemacht, haben oben auf der Hütte den Sonnenuntergang erlebt und sind dann mit Stirnlampen runter. Alles kein Problem. Folgende Tour schlagen wir vor:

Hoch geht es vom Bahnhof Tegernsee startend (767 m) über den "Sommerweg" auf die Neureuth. Und zurück über den "Winterweg". Bei wenig Schnee ist der Sonmerweg auch ihn Winter gut machbar. Es ist ein wurzeliger Wanderweg, der auch mal recht matschig werden kann. Der "Winterweg" ist einfacher zu gehen. Daher ist er unsere Wahl für den Abstieg. Allerdings ist er niemals so schön wie der "Sommerweg". Die Wege sind super beschildert.

Blick auf den Tegernsee
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Gehzeiten:
Parkplatz (767 m) bis Berggasthof Neureth (1264 m): 1:15 h
Berggasthof Neureuth bis Parkplatz (767 m): 0:35 h

Bewertung: Eine nette keine Wanderung mit phänomenaler Aussicht. Wer bei der Hütte noch nicht genug gelaufen ist, kann noch weiter auf den Gindelalmschneid. Dauert nochmal rund 45 Minuten.

Montag, 12. Januar 2015

Kurzwanderung: Rangitoto Island, 260 m, Nordinsel, Neuseeland

An unserem letzten Tag in Neuseeland haben wir uns die Lavafelder von Rangitoto Island, einem erloschenen Vulkan vor der Großstadt Auckland, hinaufgedämpft. Es hat sich gelohnt, auch wenn die sommerliche Hitze nicht von schlechten Eltern war und auf dem steinigen Boden wenige Bäume wachsen, die Schatten spenden. Vor allem kriecht die Hitze von den dunklen Steinen die Beine hoch.

Aber: Es lohnt sich! Die Aussicht ist grandios und die Wanderung mit einer Stunde nach oben, auch völlig verschmerzter. Dazu kommt eine nette kleine Fahrt mit der Fähre. Ein perfekter Abstecher von Auckland aus, in einem halben Tag ist man hin, hoch und wieder zurück.

Wenn im Sommer die roten Pohutukawa-Sträucher blühen, ist es noch einmal viel schöner. Wir hatten das Glück...

Gleich neben Rangitoto Island liegt die Insel Motutapu
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Auckland ist nur einen Steinwurf entfernt
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Blühende Pohutukawa-Bäume und die feste Lava machen die Insel aus
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Samstag, 3. Januar 2015

Tagestour: Mount Tongariro, 1967 m, Nordinsel, Neusseland

Der erste Anlauf, den Tongariro Crossing, eine der berühmtesten und beliebtesten Wanderungen Neuseelands zu machen, scheiterte am Wetter. Also versuchten wir es sechs Wochen später noch einmal. Diesmal hatten wir Glück. Großes Glück.

Um eigenständiger zu sein, hatten wir uns entschlossen, selbst hoch auf den Parkplatz zu fahren. Und waren dankbar über den Tipp unseres Campingplatz-Besitzers, früh zu starten, damit wir überhaupt noch einen Platz für den Camper bekommen. Klappte. Der Nachteil: Da unser Auto auf dem Parkplatz stand, mussten wir auch wieder zum Ausgangspunkt zurück. Also für uns Tongariro Non-Crossing. Dafür aber mit Gipfel.

Die Route
Copyright: tongarirocrossing.org.nz

Los ging es am Mangatepopo Carpark. Über den Weg muss hier nicht viel gesagt werden, denn man kann sich definitiv einfach nicht verlaufen. Erstens ist der Weg eine Art Autobahn - anfangs läuft man auf Planken über das empfindliche Moor, später stapft man über den Lava-Schutt auf Treppenstufen. Dazu kommt, dass bei schönem Wetter so eine Masse an Menschen unterwegs ist, dass man sich vorkommt wie in einem Ameisenstaat. Alles wuselt durcheinander.

Nach einer Stunde kommt man zu den Soda Springs. Dort gibt es noch ein Plumps-Klo am Wegesrand und dann geht es steil auf Stufen immer höher und höher. Vor einem erhebt sich der dramatisch aussehende und in "Herr der Ringe"zitierte Mount Ngauruhoe. Den haben wir uns geschenkt, denn eigentlich geht nur ein Weg ewig den Lava-Schutt hoch und das soll eine echte Plackerei sein.

Über den South Crater geht es dann hoch zum wirklich super spektakulären Red Crater und von dort sind wir dann hoch auf den Mount Tongariro gewandert, während die Meute den Hang runter zu den Emerald Lakes geschlittert ist. Die haben wir nur von oben bewundert und sind dann wieder umgedreht und auf dem Aufstiegsweg zurück.

Zeiten:
Mangatepopo Carpark (1100 m) bis Soda Springs (1350 m): 1:15 h
Soda Springs (1350 m) bis Red Crater (1886 m): 1:30 h
Red Crater (1886 m) bis Mount Tongariro (1967 m): 0:30 h
Mount Tongariro (1967 m) bis Red Crater (1886 m): 0:30 h
Red Crater (1886 m) bis Soda Springs (1350 m): 1:00 h
Soda Springs (1350 m) bis Mangatepopo Carpark (1100 m): 1:15 h
Insgesamt: 867 Höhenmeter auf einer Distanz von fast 20 Kilometern und 6:00 h

Bewertung: Die Schauermärchen, die von den Mitarbeitern in der Touristeninformation und auf den Campingplätzen verbreitet werden, sind genau das: Schauermärchen. Klar ist aber auch: Bei der Tour handelt es sich um einen sehr langen und konditionell fordernden Marsch. Und auf der Höhe kann das Wetter schnell umschlagen und eine gute Ausrüstung ist essentiell. Aber wer Bergerfahrung hat und das nötige Equipment, für den ist dieser Marsch eigentlich ein Kinderspiel. Ärgerlich, dass sich dennoch viele Anfänger und schlecht ausgerüstete Stümper auf den Berg quälen und die Neuseeländer nötigen, absurde Warnschilder und sogar Kilometermarken am Wegesrand aufzustellen.

Mittwoch, 17. Dezember 2014

Halbtagestour: Pororari River Loop Track, Südinsel, Neuseeland

Schlechtes Wetter an der Westküste der Südinsel Neuseelands ist ja mehr oder weniger ein Muss. Wir hatten eigentlich nur schönes Wetter - bis auf einen Tag. An dem wir aber keine Lust hatten, nur im Camper zu sitzen. Also hieß es: Rein in die Regenklamotten und los. Der Pororari River Loop Track mit drei Stunden Gehzeit erschien und da goldrichtig. Elf Kilometer lang ist die Strecke.

Da regnete es schon und wir hatten trotzdem noch unseren Spaß
Copyright: Lena Herrmann
Um es kurz zu machen: Es schüttete ohne Unterlass. Das machte die Wege nass. Sehr nass. Und rutschig. Aber gleichzeitig erfreuten wir uns am Laufen und an der Natur. Der Walk ist perfekt beschildert, verlaufen geht nicht. Wir starteten am südlichen Ende und hatten so die entspannte Strecke direkt am Fluß entlang am Ende des Weges.


Quer durch den Matsch
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Wunderschöne Regenwälder entlang des Flusses
Copyright: Lena Herrmann
Die Wanderung ist einfach mit ein paar Anstiegen, die leicht zu handhaben sind. An einigen Stellen im Fluss kann man hervorragend baden. Was wir uns gespart haben. Wer südlich der Pancake Rocks einsteigt, der kommt nördlich der Felsformationen wieder auf die Straße.

Wer die Möglichkeit hat, hier bei schönem Wetter zu wandern, der sollte den Walk auf keinen Fall verpassen. Aber auch eine Wanderung durch den nebligen Regenwald ist ein Erlebnis.

Dürfen natürlich nicht fehlen: Pancake Rocks
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Montag, 10. November 2014

Halbtagstour: Cape Reinga, 50 m, Northland, Nordinsel, Neuseeland

Unsere erste richtige Wanderung in Neuseeland führte uns ans Cape Reinga. Das ist die Nordspitze von Neuseeland und ein wahrlich imposanter Ort: Riesige Sanddünen befinden ich am Nordende das Ninty Mile Beaches, die beiden Ozeane Pazifik und Tasmanische See prallen hier aufeinander, für die Maori ist der Platz heilig, denn hier steigen ihre Toten in die Unterwelt hinab. Und die Wanderung dorthin ist wunderschön. Und sehr windig.

Los geht es auf dem Tapotupotu Campingplatz, wo wir uns für ein paar Nächte einquartiert haben. Und dann geht es eigentlich einfach nur an der Küste entlang, immer knapp am Felsen, mit dem Gesicht im Wind. Der Weg ist einfach, an den steilen Abschnitten sind Stufen eingebaut. Allerdings ist der starke Wind nicht zu unterschätzen und verlangst Standfestigkeit. Außerdem ist der Weg durch das stetige auf und ab zwar nicht schwer, aber doch anstrengend.


Neuseeland ist grün
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Immer entlang der Küstenlinie, mal ganz oben...
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...mal quer über den Strand
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Das Nordende des Ninty Mile Beaches
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Hier treffen sich die Ozeane, hier gleiten die Toten in die Unterwelt hinab
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Wendepunkt des Weges: Der Leuchtturm von Cape Reingab
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Der Regen naht
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Der Weg ist Teil der Mehrtageswanderung Te Paki Costal Track - eine Wanderung, die ich irgendwann in meinem Leben nochmal machen will...

Entfernungen:
Tapotupotu Campground bis Sandy Bay: 1:30 h
Sandy Bay bis Cape Reinga: 1:10 h
Cape Reinga bis Tapotupotu Campground:  2:30 h
Gesamt: Einige Höhenmeter und 5:10 h


Bewertung: Eine der schönsten und spektakulärsten Wanderungen, die wir auf unserer Reise gemacht haben. Nicht besonders lang, daher leicht auch an einem halben Tag zu bewältigen.