Samstag, 15. September 2012

Tagestour: Torhelm, 2494 m, Kitzbüheler Alpen

Der Berg, der sich fast wie der letzte in der diesjährigen Saison angefühlt hat, ist der Auftakt für diesen Blog - wie passend: Am 15. September 2012 ging es von der Seite Kelchsau/Langer Grund rauf auf einen der höchsten Gipfel der Kitzbüheler Alpen, den Torhelm. 2494 Meter ragt er am Ende des Kessels empor. 1054 für uns zu bewältigende Höhenmeter.

Mit dem Auto fährt man die Mautstraße hinter Kelchsau (4 Euro) in den Langen Grund. Dort kündete der Almabtrieb vom Ende des Sommers und wir steckten erst einmal in bunt geschmückten Schafen und Rindern fest.

Copyright: Lena Herrmann


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Die Straße endet an der Tiefentalalm (angeblich die älteste Alm der Kitzbüheler Alpen, 1530 erbaut) auf 1440 Meter Höhe und unsere Gipfeljagd begann. Wunderschön geht es kaum ansteigend durch den Kessel, immer entlang des Schmelzwasser. In der Nacht hatte es bis auf 1600 Meter runtergeschneit, es war also klar, dass wir bald anfangen mussten, auch durch den nassen Schnee zu steigen.

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Nach rund einer Stunde und 45 Minuten des gemütlichen Gehens erreichen wir verfallene Ställe und von dort geht es dann noch einmal etwas mehr als eine Stunde (zumindest für uns, da wir die letzten 250 Höhenmeter durch den wadlhohen Schnee wirklich spuren mussten), erst knapp unterhalb des Grats und dann auch oben auf dem Grat, hoch auf den Gipfel.

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Die Wegmarkierungen zollen dem vielen Schnee Tribut, zumal der Berg auch als beliebter Skitouren-Gipfel gilt: Sie sind reichhaltig und exponiert angebracht, so dass auch bei Schnee die Route gut zu finden ist.
Die Aussicht war leider bescheiden - in dem Kessel hingen die Wolken hartnäckig fest. Auf dem gleichen Weg ging es zurück zur Tiefentalalm.

Bewertung: Ein markanter Gipfel, der bei schönem Wetter eine fantastische Weitsicht garantiert. Leicht zu findender Weg und bis auf die Länge des Weges und die 1000 zu bewältigenden Höhenmeter und damit konditionelle Erfordernisse nicht besonders anspruchsvoll und auch nicht ausgesetzt. Langer Anfahrtsweg durch den Langen Grund.

Zeiten:
Tiefentalalm (1441 m) - Öfeleralm (1988 m): 2:00 Stunden
Öfeleralm (1988 m) - Torhelmgipfel (2494 m): 1:15 Stunden
Insgesamt: 3:15 Stunden und 1053 Höhenmeter im Aufstieg

Samstag, 11. August 2012

Tagestour: Guffert, 2194 m, Rofangebirge

Copyright: Lena Herrmann

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Sonntag, 5. August 2012

Tagestour: Schinder, 1808 m, Bayerische Voralpen

Copyright: Lena Herrmann

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Das Schindertor, das ein paar Schritte Klettersteig verlangt;
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Das Geröllfeld verlangt noch einmal ein paar Kräfte beim Abstieg;
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Der Blick zurück auf die beiden Schinder;
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Samstag, 5. November 2011

Tagestour: Frieder, 2050 m, Ammergauer Alpen



Hoch geht es über grasige Bergflanken; Copyright: Lena Herrmann

Anfang November hatte es in den höheren Lagen bereits geschneit; Copyright: Lena Herrmann

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Das Gipfelkreuz des Frieders, dahinter die Friederspitz; Copyright: Lena Herrmann


Dienstag, 2. August 2011

Mehrtagestour: Mönch, 4107 m, Berner Alpen


Mein erster Viertausender! Möglich macht es die Outdoormarke Mammut beziehungsweise Moritz Becher von Outkomm - die Agentur macht die PR für das Schweizer Unternehmen. Der Bergsportausrüster Mammut feiert sein 150-jährges Jubiläum und feiert das mit der Besteigung der Jungfrau. Ein paar Journalisten dürfen mit. Unter anderem ich. Weil auf der Jungfrau offenbar kein Platz mehr ist, gehen wir auf den etwas einfacher zu besteigenden Mönch.

Blick auf das Dreigestirn Eiger, Mönch und Jungfrau
Copyright: Lena Herrmann
Mit der Bahn geht es hoch aufs Jungfraujoch, das auf 3454 Meter Höhe liegt. Die dünne Luft ist spürbar, aber die Sonne strahlt vom Himmel und wir beziehen vergnügt unsere gemütlichen roten Zelte. Am Abend gibt es ein zünftiges Raclette unter freiem Himmel und dann versuche ich, ein paar Stunden zu schlafen.

Das ist nicht ganz einfach, denn zum einen hindert die dünne Luft einen daran, zur Ruhe zu kommen. Wenn ich mich nur im Schlafsack umdrehe, spüre ich, wie augenblicklich mein Atem schneller wird. Außerdem bin ich natürlich aufgeregt. Zwar werde ich morgen in einer Dreierseilschaft mit einem soliden Schweizer Bergführer auf den Mönch klettern. Aber dennoch bin ich gespannt. Mein erster Viertausender! Über der Überlegung, ob sich wohl gerade schon die roten Blutkörperchen in mir vermehren, schlafe ich ein.

Am 2. August 2011 um drei Uhr morgens klingelt der Wecker und nach einem kurzen Frühstück machen wir uns um halb vier auf den Weg. Zum Sonnenaufgang wollen wir auf dem Gipfel sein und so machen wir uns im Schein unserer Stirnlampen mit den Steigeisen an den Füßen auf den Weg. Ich laufe in der Mitte, hinter mit Helli, der Chef der Münchner Filmproduktion Helliventures, der selbst Sportler ist, aber für den die Kraxelei hier auch nicht alltäglich ist.

Im Dunkeln steige ich einfach brav genau den Weg nach, den unser Bergführer vorgibt. Erst nach Stunden des Steigens über Eis, Schnee und Fels dämmert langsam der Himmel und mir, wie gefährlich nah der Abgrund eigentlich ist.


Copyright: Lena Herrmann

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Pünktlich zum Sonnenaufgang stehen wir auf dem Gipfel. Um uns herum taucht die Sonne die Berge in flüssiges Gold und es fühlt sich atemberaubend an. Wie klein die Kuppe ist, auf der wir stehen!


Sonnenaufgang auf dem Mönch
Copyright: Lena Herrmann
Leider gibt es kein Gipfelkreuz. Landstriche, die katholischer geprägt sind, verzichten auf dieses Zeichen so gut wie nie und mittlerweile habe ich mich so daran gewöhnt, dass mir Gipfel ohne diese Markierung immer ein bisschen weniger wie Gipfel vorkommen.

Ein Schokoriegel im Mund gibt Kraft und Energie für den Rückweg. Und die brauchen wir auch: Langsam macht sich die Müdigkeit bemerkbar. Wegen des wenigen Schlafs, aber auch wegen der dünnen Luft. Außerdem ist es jetzt richtig hell und plötzlich sehen wir, wie viele hundert Meter es rechts und links nach unten geht, wie steil der Weg und wie schmal der Grat ist. Dennoch macht die Kletterei Spaß.
Copyright: Lena Herrmann

Als wir zurück auf dem Weg sind, zieht das Wetter zu und wirklich - im Laufe des Tages wird es noch ein richtiges Unwetter aus Graupel und Schnee geben. Doch da sind wir bereits fertig mit unserem Bergabenteuer und zurück im gemütlichen Zelt.


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Bewertung:
Mit Bergführer ist die Tour vom Jungfraujoch hoch auf den Mönch für jeden zu machen, der trittsicher und schwindelfrei ist, mit Steigeisen umgehen und ein bisschen klettern kann. Anstregend wird die Route aufgrund der dünnen Luft. Wer auf einen Bergführer verzichtet muss auch im Dunkeln den Weg kennen, der bei Neuschnee nicht immer gut gespurt ist, das Wetter und die Schneeverhältnisse im Blick haben.

Zeiten:
Jungfraujoch (3454 m) - Mönch (4107 m): 3:00 Stunden
Mönch - Jungfraujoch: 2:00 Stunden
Insgesamt: 5:00 Stunden und 753 Höhenmeter