Sonntag, 25. September 2016

Tagestour: Ross- und Buchstein (1698 m/1707 m), Bayerische Voralpen

Einer der Klassiker und an einem sonnigen Septembersonntag natürlich dementsprechend voll: Ross- und Buchstein. Trotzdem lohnt sich der Weg hoch auf diese beiden markanten Gipfel der Voralpen immer. Denn man hat hier alles, was das Herz begehrt: Einen knackigen Anstieg, wunderbare Almwiesen zum Brotzeit machen, einen tolle Hütte und wer mag: Einen netten, kleinen, echten Klettersteig und für die ganz Wagemutigen: die ausgesetzte Kletterei rauf auf den Buchstein.

Los geht es unten am Wanderparkplatz Bayerwald, der direkt an der Straße vom Tegernsee kommend Richtung Sylvensteinspeicher und Achensee, liegt. Das Gute selbst an vollen Tagen: Ein Platz findet sich hier eigentlich immer. Keine Selbstverständlichkeit bei Wanderparkplätzen.

Vom Parkplatz geht es direkt los - schön steil über Stufen, immer in Serpentinen durch den Laubwald. Nach rund eineinhalb Stunden kommen wir zur Sonnbergalm, die inzwischen bewirtschaftet ist. Aber auch diejenigen, die ihre Brotzeit mit hoch geschleppt haben, können hier schön mit Blick auf die beiden Berge rasten und die Tegernseer Hütte von unten bewundern.

Copyright: Lena Herrmann

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Sonnbergalm
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Wer genau hinsieht, erkennt die Hütte
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Weiter geht es entlang der Almwiesen und nach einer Viertelstunde steht man vor dem Klettersteig, der einfach zu gehen ist, aber auch für Könner zumindest ein leichtes Klettersteiggefühl aufkommen lässt. Nach einer halben bis Dreiviertel Stunde (je nach dem, wie viel Gegenverkehr hier ist, durch den man aufgehalten wird) kommen wir an die Tegernseer Hütte. Von hier ist es eine Viertelstunde hoch auf den Rossstein. Und wer Lust auf die speckigen Griffe und Tritte hat, der nimmt den Buchstein gleich auch noch mit. Aber Vorsicht: Runter muss man auf dem gleichen Weg und Drahtseile gibt es hier keine, so dass jeder selbst klettern muss.

Tegernseer Hütte direkt vor dem Buchstein
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Am Grat ist die matschige Nordflanke überstanden
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Runter geht es entweder auf dem gleichen Weg wie hoch. Oder, wer sich den Abstieg durch den Klettersteig sparen will, der umrundet den Rossstein. Allerdings kann ich vor dieser Nordumgehung nur warnen. Selbst bei schönstem Wetter und einer langen Trockenperiode trocknet es hier nie richtig ab, so dass man teilweise durch rutschigen und glitschigen Matsch muss. Kein Vergnügen, wie ich finde.


Zeiten:
Parkplatz Bayerwald (852 m) bis Sonnbergalm (1485 m): 1:30 h
Sonnbergalm bis Tegernseer Hütte (1650 m): 0:45 h
Tegernseer Hütte (1650 m) bis Rossstein (1698 m): 0:15 m
Rossstein bis Parkplatz Bayerwald: 1:45 h

Bewertung:
Spannende und abwechslungsreiche Tour, die auch für Anfänger geeignet ist, allerdings erfordert sie Schwindelfreiheit und einiges an Kondition.


Sonntag, 17. Juli 2016

Tagestour: Seekarkreuz über Schwarzentennalm, 1601 m, Bayerische Voralpen

Nach ein paar misslungenen Gipfeljagden in diesem Jahr, die wegen schlechter Laune der Tochter oder zu schlechtem Wetter abgebrochen wurden, haben wir es erneut versucht. Dazu haben wir uns eine Tour rausgesucht, die sich je nach Laune und Wetter kürzer oder länger gestalten lässt: Rauf aufs Seekarkreuz. Und zwar über die Schwarzentennalm.

Wenige Kilometer hinter Kreuth findet das Auto beim Parkplatz Winterstube Ruhe. Und dann geht es los: Eine Stunde völlig entspannt an einem Bach entlang, kaum bergauf. Das beste: Die Mountainbiker bleiben auf dem Forstweg, die Wanderer haben ihren eignen Pfad auf der anderen Seite des Baches, der für Fahrräder nicht erlaubt und viel idyllischer ist.

Nach einer Stunde beschaulichen Spazierens (der Forstweg ist kinderwagentauglich, der Fußweg teilweise etwas steinig und daher weniger) kommt man an die Schwarzentennalm (keine Übernachtungsmöglichkeit, keine Website).

Gemütlich geht's am Bach entlang
Copyright: Lena Herrmann

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Die letzten Meter zur Schwarzentennalm
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Eine Kuh steht vor dem Eingang und lässt die Wanderer nur vorbei, wenn sie die Ohren gekrault bekommt. Netter Einstieg. Nach eine Suppe schultern wir das Kind und weiter geht es. Sehr, sehr einsam. Denn: eigentlich auch schilderlos. Der Weg findet sich dennoch leicht: 15 Minuten nach der Hütte biegt nach links ein breiter Forstweg ab, dem man folgt. Dass man richtig ist, merkt man daran, das er ordentlich steil bergan geht. 

30 Minuten folgt man ihm und steht dann vor einem Gatter. Und hier heißt es ein bisschen aufpassen. Denn der Weg geht nicht durch das Gatter durch und weiter gerade aus. Sondern vor dem Gatter biegen die Wanderer rechts hoch ab. Weiter geht es durch teils recht sumpfigen Wald, wunderschön. Nach einer Viertelstunde wird es wieder anstrengender. Dann verläuft der Weg teilweise neben, teilweise durch Almwiesen wieder recht steil.

Copyright: Lena Herrmann

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In einem großen Bogen (der sich auch abkürzen lässt, wer am Ende der Almwiese durch das Gatter geht und sich danach direkt am Zaun hält, bis er auf den Forstweg kommt) geht es durch ein paar Höfe und dann ist auch schon das Seekarkreuz im Blick. 40 Minuten dauert es noch, bis die letzten Höhenmeter erklommen sind.

Die letzten Meter, das Gipfelkreuz ist schon in Sicht
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Der Blick gen Westen, Richtung Brauneck
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Runter geht es auf dem gleichen Weg, den wir hoch gekommen sind. Wieder mit Halt an der gemütlichen Schwarzentennalm. 

Zeiten:
Parkplatz Winterstube (830 m) - Schwarzentennalm (1027 m): 1:00 h
Schwarzentennalm (1027 m) - Seekarkreuz (1601 m): 2:00 h
Seekarkreuz (1601 m) - Schwarzentennalm (1027 m): 1:00 h
Schwarzentennalm (1027 m) - Parkplatz Winterstube (830 m): 1:00 h

Bewertung:
Ungefährliche Wanderung, die landschaftlich sehr abwechslungsreich ist und eine bezaubernde, gemütliche Hütte bietet. Teilweise konditionell fordern, weil steil und lang. Am Ende zieht sich der Weg von der Alm zum Auto ziemlich.

Sonntag, 24. Januar 2016

Rodeltour: Von Bad Wiessee zur Aueralm, 1299 m, Mangfallgebirge

Endlich, endlich ist der Schnee da! Also packen wir den Schlitten ein und das Kind oben drauf (super praktisch - die kleine Amsel macht warm eingepackt beim Aufstieg ihren Mittagsschlaf) und los geht's!

So gemütlich kann es den Berg hoch sein
Copyright: Lena Herrmann

Durch die Bäume geht es den Weg hoch
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Dieses Mal haben wir uns den Fockenstein beziehungsweise die Aueralm ausgesucht - war uns der Berg doch von unserer letzten Wandertour in diesem Jahr noch gut in Erinnerung geblieben.

Vom Parkplatz am Gasthof Sonnbichl, der direkt neben der Skipiste steht, geht es los, immer den Zeiselbach entlang. Erst gemütlich flach und dann rassig steil. Und das ist auch das Problem dann bei der Abfahrt: Die Strecke ist fast die ganze Zeit sehr gerade und ohne nennenswerte Kurven. Dazu noch manch steile Stelle. Da muss man bremsen können!

Wir hatten Glück und der Schnee war schön weich und griffig. Aber bei Eis wird das eine waghalsige Schussfahrt.

Oben wartet einen wunderschöne Schau in die umliegenden Gipfel und die Aueralm mit ihrem guten Essen und ihrer gemütlichen Stube. Die Hütte hat das ganze Jahr über geöffnet.

Exponiert steht die Alm auf einer Kuppe
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Die Aueralm ist bei Rodlern beliebt
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Zeiten: 
Parkplatz Sonnbichl (790 m) bis Aueralm (1299 m): 1:20 h
Aueralm (1299 m) bis Sonnbichl (790 m) mit dem Schlitten: 0:25 h

Bewertung: 
Die Strecke ist im oberen Teil nichts für Anfänger und vor allem bei eisigen Verhältnissen schwer zu befahren. Der teils schmale Weg erfordert außerdem ein gutes Lenkvermögen, denn Wanderer, Schlittenfahrer und Skitourengeher benutzen den Weg nach obenhin ebenfalls. Doch wer auf seinem Schlitten sicher ist, den erwartet eine rasante und atemberaubende Fahrt.

Samstag, 31. Oktober 2015

Tagestour: Fockenstein, 1564 m, Bayerische Voralpen

Wir hatten es geahnt. Und als wir auf dem Gipfel standen, war es total klar: Jeder, der sich an diesem letzten goldenen Oktobertag dieses Jahres nicht auf den Weg in die Berge gemacht hatte, hatte mit dem Hochnebel zu kämpfen. Gipfeljäger wie wir hingegen, durften bei perfekten Föhnbedingungen die Sonne genießen. Heute auf dem Fockenstein.


Im Tal hängt der Nebel
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Blick ins Isartal
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Die Herbstsonne macht die Wanderung perfekt
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Wir sind ja derzeit ein bisschen im Gemütlichkeitsmodus und kommen nicht so wahnsinnig schnell los. Also müssen derzeit die schnell zu erreichenden Bayerischen Hausberge sein. Dieses Mal also der Fockenstein von Bad Wiessee aus.

Los geht es am Parkplatz Sonnenlicht und dann wandert man über eine Stunden die immer steiler werdenden Forststraße rauf. Der Bach nebenan rauscht und gluckst und macht den Weg eigentlich ganz beschaulich. Aber schön wird es natürlich erst so richtig, wenn man aus dem Wald rauskommt. Dann ist man schon fast oben an der Aueralm, die das ganze Jahr über offen hat. 

Von der Alm laufen wir auf dem Weg weiter und halten uns dann bei der nächsten Abzweigung rechts. Und schon geht es steil in den Wald hinein und den Berg hinauf. 

Durch den Wald geht es schmal immer höher
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Zwischendurch ist es ordentlich steil
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Nach einer Dreiviertelstunde erreicht man den Gipfel und das Panorama ist wirklich eine Schau, zumal man die Berge in alle Richtungen wunderbar sehen kann. Der Gipfel ist grasig und nicht steil abfallend, so dass ein Picknick auch mit Kind dort gefahrlos möglich ist.

Auf dem Gipfel
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Blick auf Tegernsee
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Runter laufen wir nicht den gleichen Weg wie hoch, sondern halten uns auf dem Gipfel Richtung Süden, umrunden den Berg einmal, wobei es gerade am Anfang steil und felsig bergab geht. Ab der Aueralm nehmen wir den gleichen Weg wieder wie hoch.

Felsiger Abstieg
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Ein kleiner Gruß kurz vor dem Parkplatz
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Gehzeiten:
Parkplatz (790 m) bis Aueralm (1299 m): 1:15 h
Aueralm (1299 m) bis Gipfel (1564 m): 0:45
Gipfel (1564 m) bis Aueralm (1299 m): 0:45 h
Aueralm (1299 m) bis Parkplatz (790 m): 1:00 h
Gesamt: 726 m und 3:45 h

Bewertung: Eine wunderschöne Bergtour, teilweise etwas waldig. Aber der Gipfelblick entschädigt für alles. Die Tour ist als leicht einzustufen, allerdings sorgen die letzten felsigen Meter dafür, dass man am Ende des Tages durchaus weiß, was man getan hat.

Samstag, 24. Oktober 2015

Tagestour: Schweinsberg, 1514 m, Bayerische Voralpen

Der Klassiker: Der Wetterbericht hatte genau für diesen Samstag in den Berge warmen Fön angesagt, wir wollten aber auch ein bisschen ausschlafen. Also haben wir uns einen Berg gesucht, mit dem beides geht: Trödeln in der Früh und das herrliche Herbstwetter genießen. Der Schweinsberg ist mal wieder einer dieser Nebengipfel, den kein Mensch kennt. Alle rennen in seinem Fall auf den Breitenstein. Nur wir nicht. Wer mag, kann auch beide Berge zu einer langen Tour verbinden.

Los geht es in Birkenstein, dem kleinen Ortsteil von Fischbachau, der vor allem aus einem großen Wanderparkplatz zu bestehen scheint. Die erste Stunden geht es wunderbar eine schmale Forststraße durch den Wald hoch auf die Kesselalm. Im Winter kann man hier bestimmt hervorragend rodeln.

Der Forstweg hoch zum Sattel zwischen Schweinsberg und Breitenstein
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Kurz nach der Alm wandert der Pulk gerade aus weiter gen Breitenstein, wir aber biegen rechts ab. Bald wird der Weg schmaler und auch matschiger. Bei feuchtem Wetter ist diese Wanderung keine gute Idee, denn die Löcher, die die Kühe hier hinterlassen haben, verwandeln sich schnell in eine rechte Matscherei.

Der Schlamm ist schon überwunden
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Gemütlich wandert man den schmalen Pfad entlang. Und plötzlich steht er imposant vor einem: der Wendelstein.
Wendelstein
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Doch wir wenden uns auf der Wiese nach links und dann geht es die letzte Viertelstunde steil und steinig hoch auf den Gipfel, von dem aus eine herrliche Sicht in alle Richtungen möglich ist.

Die letzten Meter hoch auf den Gipfel
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Das Gipfelkreuz des Schweinsberg. Im Hintergrund der Wendelstein
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Der Abstieg erfolgt die ersten zehn Minuten auf dem Aufstiegsweg. Doch auf dem Sattel wenden wir uns nach links und folgen der Beschilderung Richtung Wendelstein und Aiblinger Hütte. Um den Schweinsberg herum geht es dann Richtung Breitesten zurück auf den Forstweg. Von ihm aus kann man dann nochmal eineinhalb Stunden für die Besteigung des Britensteins zusätzlich rechnen. Oder man lässt die Höhenmeter einfach Höhenmeter sein und wandert gemütlich an der Kesselalm vorbei und durch den lichten Laubwald zurück zum Parkplatz.

Zeiten:
Birkenstein bis Kesselalm: 1:00 h
Kesselalm bis Schweineberg (1514 m): 0:45 h
Schweineberg (1514 m) bis Kesselalm: 0:45 h
Kesselalm bis Parkplatz Birkenstein: 0:30 h
Gesamt: 3 Stunden

Bewertung: Wunderschöner Berg abseits des Breitesten-Rummels, der einfach zu begehen ist. Lediglich an manchen Stellen ist der Weg vor allem bei Nässe nicht zu empfehlen, da er schnell matschig wird.

Samstag, 3. Oktober 2015

Tagestour: Knopfmacherfelsen/Oberes Donautal, 765 m, Oberschwaben

Eine Taufe hat uns in das wunderschöne Oberschwaben verschlagen. Am Fuße der Schwäbischen Alb haben wir uns eine Wanderung durch das Obere Donautal ausgesucht. Die höchste Erhebung ist der Knopfmacherfelsen, aber eigentlich ist die Wanderung einfach eine tolle Rundtour entlang der jungen und damit ganz schmalen und gemächlich dahin fließenden Donau.

Herbststimmung an der Oberen Donau
Copyright: Lena Herrmann

Vom kostenpflichtigen Wanderparkplatz in Beuron geht es erstmal am Kloster vorbei durch den Ort durch und über die Brücke, die die Eisenbahnlinie überspannt. Ein paar hundert Meter danach startet der Wanderweg nach rechts. Gemütlich geht es entlang eines Kreuzweges zur Lourdesgrotte. Ab da schlängelt sich der Weg etwas bergan durch den Wald und dann durch Wiesen und Weiden, über einen Hof und rund um das Schloss Bronnen, das leider nicht begehbar ist. Direkt nach dem Schloss geht es steil rechts runter. Der Steig führt direkt zum Gasthaus Jägerhaus, wo man eine kleine Rast einlegen kann. Am lustigsten sind die Zwergzebus, die dort gezüchtet und gehalten werden. Und die sich auf der Weide an der Donau alle auf einem Haufen zusammengefunden haben.

Wunderbarer Oktobertag
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Blick auf das Jägerhaus
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Zebus in Oberschwaben
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Weiter geht es auf dem Fahrweg, der auch von den Radlern genutzt wird, immer entlang der Donau. Vor allem bei herbstlichem Sonnenschein ist es wirklich idyllisch.

Ganz ruhig fließt sie dahin
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Blick zurück auf Schloss Bronnen
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Am Ende des Tals trifft man auf die Ziegelhütte, wo sich ebenfalls eine Rast anbietet. Oder, man wandert weiter, überquert die Donau und läuft kurze Zeit später rechts auf einem schmalen Wanderweg den Berg hoch. Nach einer großen Wiese gibt es die ersten Ausblicke von oben zu genießen, die im Verlauf der Wanderung immer wieder neu und spannend sind. Egal ob man vom Laibfelsen, vom Stiegelesfelsen oder am Ende vom Knopfmacherfelsen herabblickt: Der Blick auf die sanft dahinschlängelnde Donau, die sich über Jahrtausende durch den Kalk gegraben hat, ist einfach grandios!
Vom Laibfelsen
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Wandern entlang der spektakulären Aussicht
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Da ist so noch so klein, die Donau
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Blick vom Knopfmacherfelsen auf Kloster Neuron
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Vom Knopfmacherfelsen dann läuft es sich angenehm bergab Richtung Beuron. Irgendwann taucht im Blickfeld das Kloster auf, das von dieser Seite aus wirklich spektakulär vor den steilen Felsen aussieht. Kurz vor dem Parkplatz überqueren wir die Donau wieder über die alte Holzbrücke und sind dann gleich am Auto.

Kloster Beuron
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Entfernungen:
Beuron (625 m) bis Jägerhaus: 1:00 h
Jägerhaus bis Ziegelhütte: 1:00 h
Ziegelhütte bis Knopfmacherfelsen (765 m ): 1:15 h
Knopfmacherfelsen (765 m) bis Beuron: 0:45 h
Insgesamt: 4:00 h Gehzeit

Bewertung: Wunderschöne Wanderung, ohne Anspruch und gut ausgeschildert. Lediglich die Länge spürt man am nächsten Tag in den Knochen. Dennoch sind gute Wanderschuhe oder stabile Turnschuhe ratsam, da die Wege zwischendurch steinig und schmal sind. Vor allem im Herbst, wenn sich das Laub bunt färbt, ist diese Wanderung ein wahrer Genuss.

Samstag, 5. September 2015

Tagestour: Lindlähnekopf, 1795 m, Karwendel

Ein Berg, der es in sich hat! Eigentlich wollten wir die Westliche Karwendelspitze erklimmen, waren dafür allerdings ein bisschen spät dran und haben uns daher entschieden, den Lindlähnekopf oder auch Lindenkopf, wie er auf manchen Wanderschildern heißt, zu besteigen. Nachdem wir den Aufstieg zur Mittenwalder Hütte in der Hälfte der veranschlagten Zeit auf den Wegweisern geschafft hatten, haben wir uns über die angeschriebenen eineinhalb Stunden von der Hütte hoch auf den Gipfel nicht irritiert. Doch manchmal ist den Schildern eben doch nicht Glauben zu schenken...

Aber der Reihe nach: Der Anstieg vom Wanderparkplatz nahe der Karwendelbahn-Talstation ist gut beschildert, bestens befestigt und mehr oder weniger ein Spazierweg bergauf. Vor allem: Er ist in eineinhalb Stunden spielend zu bewältigen - auf den Schildern liest man hingegen 2:45 Stunden. Keine Ahnung, wer sich da so vertan hat.

Gipfelglück nach hartem Aufstieg
Copyright: Heinrich Plener

Ab der Hütte ändert sich der Weg dann schlagartig. Zwar geht es nicht steil bergauf, aber der Weg ist eng, ausgesetzt und zwischendurch sind die Markierungen nicht optimal - auch wenn sich immer sofort erschließt, wo es weiter geht. Uns kam es nicht so vor, als ob der Weg oft und häufig gepflegt wird. Stattdessen war alles ein bisschen in die Jahre gekommen: Die Markierungen, die Leiter, mit der man eine steile Stelle überwindet, die Hangsicherungen, die offenbar das Geröll vor dem Abrutschen ins Tal abhalten sollen.

Der Blick auf die Westflanke, an der sich der Weg entlang schlängelt
Copyright: Heinrich Plener
Der Weg führt durch zwei leine Schluchten hindurch und am Ende wartet nach ein paar steilen Stellen noch ein kleines Geröllfeld auf den Wanderer. 

Im Zickzack geht es hoch auf den Gipfel.
Copyright: Heinrich Plener
Das Geröllfeld, kurz vor dem Gipfel
Copyright: Heinrich Plener
Wer konzentriert geht und keine Angst vor der sich auftuenden Tiefe zur Rechten hat, für den ist die Wanderung eine wunderbare mit einem schönen Blick über Mittenwald. Der Gipfel ist einsam und offenbart einen wirklich schönen Rundblick. Der Abstieg erfolgt auf dem selben Weg wie der Aufstieg. 

Bewertung:
Die Strecke ab der Mittenwalder Hütte ist anspruchsvoll, verlangt Trittsicherheit und alpine Erfahrung. Sie ist nicht geeignet für Menschen, die nicht schwindelfrei sind oder Höhenangst haben. Die Wege sind streckenweise nicht gut gekennzeichnet und nicht immer in einwandfreiem Zustand. An wenigen Stellen ist die Zuhilfenahme der Hände nötig. Insgesamt: Ein fordernder Berg, der es in sich hat und der wesentlich anstrengender ist, als es die 900 Höhenmeter vermuten lassen.

Entfernungen:
Mittenwald (913 m) bis Mittenwalder Hütte (1518 m): 1:30 h
Mittenwalder Hütte (1518 m) bis Lindlähnekopf (1795 m): 1:30 h
Lindlähnekopf (1795 m) bis Mittenwalder Hütte (1518 m): 1:15 h
Mittenwalder Hütte (1518 m) bis Parkplatz Mittenwald (913 m): 0:45 h